Drössler: „Zehn-Prozent-Prämie bei steigenden Werbeausgaben soll Werbekonjunktur beleben“
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 10:00
Kategorie: Pressemitteilung
Österreichische Politik muss auf Konjunkturentwicklung reagieren.
- Werbeumsätze in den Quartalen 1 bis 3 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 Prozent gesunken.
„Wir fordern die Einführung der Werbeausgabenzuwachsprämie“, sagte Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Mittwoch, bei der Präsentation des aktuellen Werbe-Optimismus-Index. Konkret sieht die Investitionsmaßnahme für mehr Werbeausgaben vor, eine Prämie in Höhe von 10 Prozent für den Zuwachs an Werbeausgaben einzuführen. Drössler sieht in dieser Maßnahme einen „guten Impuls und punktgenauen Anreiz, um die Kriseneffekte für die Kommunikationsbranche abzufedern und den Wettbewerb insgesamt anzukurbeln.“
Die Wirtschaftskrise zeigt deutliche Auswirkungen auf die Werbebranche. Das Werbeabgabeaufkommen ist in den ersten acht Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gesunken. Die Arbeitsplatzangebote für Werbeberufe von Agenturen, Medien- und werbenden Firmen sind laut AMS mit Stand Ende September 2009 im Vergleich zum September 2008 um fast 60 Prozent eingebrochen. Für dieses Jahr rechnet der Fachverband Werbung demnach mit einem Rückgang der österreichischen Werbeinvestitionen in absoluten Zahlen um mehr als € 300 Mio auf unter die € 3 Milliardengrenze. "Das Jahr 2009 kann man abschreiben. Das katastrophale erste Quartal 2009 wirke sich immer noch aus“, so Österreichs oberster Werber: „Ich kann auch für das 1. Halbjahr 2010 keinen Silberstreif am Konjunkturhimmel erkennen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass in Österreich die Etats deutlich zurückgefahren werden.“
Ergebnisse des aktuellen Werbe-Optimismus-Index
Die Konjunkturerwartungen der österreichischen Werbewirtschaft für das Jahr 2010 bleiben vorsichtig. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sowohl die auftraggebende Wirtschaft als auch die Agenturen hoffen, dass die Wirtschaft ab Mitte 2010 anspringt und die Werbekonjunktur leicht nach oben gehen könnte. Nur rund ein Drittel der Befragten zeigen sich vorsichtig optimistisch und erwarten eine Zunahme der Werbeaktivitäten in den nächsten 12 Monaten. Im Vergleich dazu sind mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen überzeugt davon, dass die Wirtschaft klar stagniert und die Werbeumsätze und die Etats weiter zurückgefahren werden“, resümierte Drössler die Ergebnisse des aktuellen Werbe-Optimismus-Index.
Der Werbe-Optimismus-Index analysiert Entwicklungen und Erwartungen in einem mehrstufigen System aus insgesamt vier Blickwinkeln, nämlich von den österreichischen Top 500-Auftraggebern, den Werbeagenturen, den Konsumenten und den Medien. Der aktuelle Werbe-Optimismus-Index zeichnet ein umfassendes Bild der Branchenkonjunktur im dritten Quartal 2009 und gibt einen Ausblick auf die nächsten 12 Monate.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung und Marktkommunikation
Fachverbandsgeschäftsführer Mag. Markus Deutsch
Tel.: 05 90 900-3539
E-Mail: werbung@wko.at
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